Kräuterstempel-Massage


©Jonas Glaubitz_fotolia
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Die Kräuterstempelmassage beruht auf uralten Traditionen der ostasiatischen Massagekunst und stammt vermutlich aus Indien. 

 

Kräuterstempel sind faustgroße Beutelchen aus Stoff, die mit speziellen Kräutern, Gewürzen, Früchten und Pflegewirkstoffen gefüllt sind. Als Material werden Vlies, Baumwolle oder Leinentuch verwendet.

 

Die Kräuterstempelmassage kann für unterschiedliche Zwecke eingesetzt werden. In der bisherigen Praxis haben Masseure und Klienten folgende Wirkungen beobachtet:

  • Lösen von Muskelverspannungen
  • Entspannende und stärkende Wirkung bei Stress
  • Linderung von Schmerzen im Rücken, Nacken oder Ischias
  • Linderung von rheumatischen Beschwerden und Gelenkproblemen
  • Erhöhung der Durchblutung und des Gewebestoffwechsels
  • Anregung der Hautzellenneubildung
  • Pflege der Haut

Die Kräuterstempel werden mithilfe von Wasserdampf erhitzt und warm gehalten. Dabei kommen Temperaturen von 70 bis mehr als 100 °C zum Einsatz. 

Die Kräuterstempelmassage kann als Ganzkörpermassage (ca. 60 bis 90 Minuten) oder als Teilkörpermassage (ca. 30 Minuten) durchgeführt werden. Häufig konzentriert sich die Massage auf den Rückenbereich, um dort Verspannung zu lösen.

Es wird sowohl mit den Kräuterstempeln als auch mit den Händen massiert. Vor der Verwendung der Kräuterstempel werden die zu behandelnden Körperstellen reichlich mit einem Massageöl eingerieben.

Am Anfang der Massage wird die Haut mit den noch recht heißen Kräuterstempeln (ca. 60 °C) sehr vorsichtig und schnell abgetupft. Haben die Kräuterstempel eine hautfreundliche Temperatur erreicht, folgen zügige Streichbewegungen. Je weiter sich die Kräuterstempel abkühlen, desto langsamer und intensiver können die Massagebewegungen sein.